Rückblick auf die Karriere von Jakob Drescher

Jakob Drescher geb. am 23.6.1937 spielte bis zu seinem 19. Lebensjahr beim SV 1920 Groß-Karben (damals II Amateurliga). 1958 wechselte er zu Eintracht Kreuznach (Oberliga Südwest). Dort spielte er drei Jahre bis er 1961 zum FC Bayern München (damals Oberliga Süd) wechselte. Mit dem FC Bayern stieg er 1963 in die Regionalliga und 1965 in die 1. Bundesliga auf.
Ein Bericht vom Bundesligaspiel beim Hamburger SV
Hamburger SV – FC Bayern München 0:4 (0 :2)
1. Bundesliga 1965/1966, 9. Spieltag
20.10.1965, 20:00 Uhr - 71.000 Zuschauer
Schiedsrichter: Gerd Hennig (Duisburg)
Tore: 0:1 (9.) Rudolf Nafziger, 0:2 (19.) Gerd Müller, 0:3 (80.) Rudolf Nafziger, 0:4 (82.) Dieter Brenninger
HSV:
Horst Schnoor (4,0), Holger Dietmann (4.,0), Jürgen Kurbjuhn (5,0),
Harry Bähre (4,0), Egon Horst (4,0), Erwin Piechowiak (3,0), Bernd Dörfel (4,0) Manfed Pohlschmidt (4,0), Uwe Seeler (4,0), Juhani Peltonen (3,0) Charly Dörfel (4,0)
Trainer: Georg Gawliczek
FC Bayern:
Sepp Maier (2,0), Hans Nowak (3,0), Werner Olk (3,0),
Jakob Drescher (1,0), Franz Beckenbauer (2,0), Peter Kupferschmidt (3,0), Rudolf Nafziger (3,0), Gerd Müller (2,0), Rainer Ohlhauser (3,0), Dieter Koulmann (3,0), Dieter Brenninger (2,0),
Trainer: Zlatko Cajkovski
Perfekte FCB-Konter hebelten HSV aus
Bot eine vorzügliche Partie im FCB-Mittelfeld:
Jakob Drescher
Spätestens der Auftritt in Hamburg unterstrich, dass der FC Bayern nicht nur eine Bereicherung für die Bundesliga darstellte, sondern auch, dass das Team ein gewichtiges Wort um den Titel mitsprechen könnte. Ehe die Hamburger auch nur annähernd ins Spiel fanden, lagen sie schon hoffnungslos zurück. Die hanseatische Deckung besaß besonders in den ersten zwanzig Minuten keine Mittel, den Bayern-Ansturm zu bewältigen und bewegte sich zudem viel zu langsam. In der zweiten Minute rettete Schnoor noch gegen den durchgebrochenen Ohlhauser, doch sieben Minuten später lag der Ball erstmals im HSV-Netz. Horst zog beim Pressschlag gegen Nafziger den Kürzeren und die Kugel prallte vom Innenpfosten über die Linie. Die Gastgeber ihrerseits bekamen trotz einiger Eckstöße vor dem Bayern-Tor indes nichts gebacken. Dafür legte Gerd Müller nach, der mit einem satten Schuss den Abpraller eines Ohlhauser-Lattenknallers verwertete (19.). Verzweifelte Angriffe des HSV vor der Pause scheiterten an der eigenen Schussschwäche, dem großartigen Beckenbauer im Abwehrzentrum und an Sepp Maier, der sich zwar am Knie verletzte (33.), dennoch nichts anbrennen ließ. Mit viel Engagement kamen die Hamburger aus den Kabinen, doch die Gäste verteidigten nun mit viel Personal und blieben bei ihren perfekten Kontern total gefährlich. Mit einem Doppelschlag durch Nafziger (80.) und ihrem stärksten Stürmer, Dieter Brenninger (82.), machten sie dann das Debakel für die Hanseaten perfekt. Dafür heimsten sie nach dem Spiel auch den Beifall des objektiven Publikums ein. Neben den bereits erwähnten Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Dieter Brenninger ragte vor allem Jakob Drescher als Schaltstation im Mittelfeld heraus.
Stationen der Karriere
Liga |
Saison |
Verein |
Position |
Spiele |
Tore |
|
Jugend - Amateurliga II |
bis 1958 |
SV 1920 |
Mittelfeld |
|
|
|
Oberliga Südwest |
1958 / 1961 |
Bad Kreuznach |
Mittelfeld |
76 |
24 |
|
Oberliga Süd |
1961 / 1963 |
FC Bayern |
Mittelfeld |
39 |
5 |
|
Regionalliga Süd |
1963 / 1965 |
FC Bayern |
Mittelfeld |
53 |
16 |
|
1. Bundesliga |
1965 / 1966 |
FC Bayern |
Mittelfeld |
29 |
1 |
|
|
|
|
GESAMT |
197 |
46 |
|
|
Ab 1967 |
Sportinvalide |
|
|
|
KSG 1920 Groß-Karben e.V.
