DIE NEUGRÜNDUNG des SV 1920 GROß-KARBEN

Nach dem Krieg hatten sich die Spieler des SV 1920 Groß-Karben der neu gegründeten KSG angeschlossen. 1952 kam es innerhalb der Fußballabteilung der KSG zu Streitigkeiten. Die ehemaligen Mitglieder des SV 1920 gründeten den Verein wieder neu und viele Jugendliche schlossen sich nun den ''Zwanzigern'' an. Im Sommer wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Im ersten Spiel gegen Assenheim spielte
folgende Mannschaft:
Matthias Schmitt, Karl Kohlas, Kurt Dreßler, Toni Pescher, Richard Spiekermann, Walter Kozelka, Heinz Schneider, Delly Streberg, Rudi Stelz, Karl Lanz, Karl Birk

In der zweiten Saison der B-Klasse Gruppe Süd wurde man ungeschlagen Gruppensieger. Das Endspiel gegen den Nordvertreter Wölfersheim am 25. April 1954 in Bruchenbrücken wurde mit 4:1 gewonnen und die Mannschaft war Kreismeister.
Die Mannschaftsaufstellung:
Willi Vultee, Karl Kohlas, Jochen Semrau, Manfred Hester, Richard Spiekermann, Walter Kozelka, Helmut Finsterer, Axel Strauch, Friedel Geiß, Fritz Clarius, Kurt Kaulitz, Trainer: Walter Rohmeis.
Diese Meisterschaft war der Auslöser für eine riesige Aufwärtsbewegung. 1956/57 wurde auch die A-Klassen-Meisterschaft erkämpft und der Aufstieg in die II. Amateurliga.
Die Mannschaft:
Bernd Fuhr, Josef Schaut, Franz Schaut, Jakob Drescher, Samuel Drescher, Horst Kreßmann, Alois Frank, Richard Stelz, Helmut Finsterer, Walter Kozelka, Kurt Kaulitz, Richard Spiekermann, Axel Strauch, Fritz Clarius Trainer: Hugo Knappek
Jakob und Samuel Drescher wechselten 1958 nach Bad Kreuznach. Durch den Verlust einiger Stammspieler und vom Verletzungspech geplagt ging es wieder zurück in die A-Klasse. 1959/60 wurde man Meister der A-Klasse jedoch ohne Aufstieg. 1960/61 wurde die Mannschaft erneut Meister und war wieder zurück in der II Amateurliga.
Die Saison 1961/62 wurde eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte. Die 1. Mannschaft wurde Meister der spielstarken II. Amateurliga Frankfurt-West und scheitert nur ganz knapp am Aufstieg in die Hessenliga. Die Mannschaft:
Günther Stelz, Lothar Dreßler, Horst Feiler, Peter Lösch, Franz Schaut, Erich Hinkel, Axel Strauch, Samuel Drescher, Wolfgang Bernhard (Spielertrainer), Alfred Drescher und Fritz Clarius. Franz Schaut und Samuel Drescher wurden mehrmals für die Hessenauswahl nominiert. Franz Schaut wurde 1962 zu einem Sichtungslehrgang der deutschen Amateurnationalmannschaft eingeladen. Die Leitung hatten Sepp Herberger und Helmut Schön. An Himmelfahrt gewann man gegen Allemania Nied mit 8:2. Der Aufstieg in die Gruppenliga war aber nicht der einzige Erfolg. Die Mannschaft gewann auch mehrmals den Friedberger Kreispokal. Am 1. Mai 1965 in Okarben gegen Nieder-Wöllstadt mit 2:1 und am 1. Mai 1966 in Nieder-Wöllstadt gegen die KSG Bönstadt mit einem 3:1 Sieg. Für die Saison 1965/66 wurden die Zwanziger in die Gruppenliga Mitte eingestuft. Dies hatte zur Folge, dass die Mannschaft zu ihren Auswärtsspielen weite Fahrten zurücklegen mußten, z.B. nach Neuhof, Großenlünder, Limburg, Alsfeld oder Steinau/Schlüchtern. Die Zwanziger waren auch in diesen Bereichen bald keine Unbekannten mehr. Gegen Neuhof gewann man im ersten Spiel mit 6:0. Nach einem 2:2 in Somborn folgte ein 8:1 gegen Frohnhausen. Am Ende wurde man trotz vieler verletzter Spieler Tabellensiebter.
Die eingesetzten Spieler waren:
F. Schaut, E. Lanz, H. Feiler, E. Schmidt, P. Lösch, S. Drescher, A. Drescher, E. Drescher, E. Hinkel, L. Dreßler, R. Heß, A. Strauch, G. Stelz, W. Richter, M. Egner, H. Kötter, O. Reifenkugel, H. Schneidereit, W. Rühl, K. Kaulitz, B. Fuhr, R. Viel, F. Clarius, W. Frank und E. Zettl.
Am 29. Oktober1966 holte die Mannschaft in Rodheim gegen den VfB Friedberg mit einem 1:0 Sieg zum dritten Mal in Folge den Kreispokal. Der Trainer war Rudi Meyer. Am 8. Januar 1967 spielte eine Kombination KSV Klein-Karben/SV 1920 Groß-Karben 1:1 gegen Europapokalsieger Bayern München. Das Tor schoß Samuel Drescher. In der Saison 1966/67 spielte man auf Antrag wieder in der Gruppenliga Süd. Hier traf man wieder auf alte Bekannte wie Union Niederrad, Eintracht Frankfurt Amateure, Viktoria/Preußen Frankfurt und Hofheim. Die Mannschaft verlor das erste Spiel in Trebur mit 0:2 startete dann aber einen Siegeszug und war vor dem vorletzten Spieltag mit 2 Punkten vor Arheiligen Tabellenführer. An diesem vorletzten Spieltag am 7. Mai 1967 kam es dann zum entscheidenten Spiel um die Meisterschaft gegen den Tabellenzweiten. Vor über 2000 Zuschauern verlor man mit 2:3 und eine Woche später auch in Münster mit 1:2. Wieder war man nur Zweiter geworden. Es spielte folgende Mannschaft:
G. Stelz, K. Dietrich, W. Frank, E. Hinkel, F. Schaut, P. Lösch, Fr. Zimmermann, A. Drescher, E. Lanz, S. Drescher und E. Drescher. 1968 wechselte Erwin Drescher zum FSV Frankfurt. Das Jahr darauf spielte die Mannschaft noch einmal eine starke Saison. Mit Hanau 93, FC Hochstadt und VFL Marburg lieferte sich der SV 1920 ein Rennen um die Meisterschaft. Erst am letzten Spieltag hatte der FC Hochstadt mit nur 1 Punkt die Nase vorn. In den nächsten Jahren wurde neue Spieler in die Mannschaft eingebaut. Trotz aller Anstrengungen konnte der Abstieg in die Bezirksklasse nicht abgewendet werden.
KSG 1920 Groß-Karben e.V.
