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               Vereinsgeschichte und Bau der Turnhalle

Lange vor den beiden Fußballvereinen KSG Groß-Karben und SV 1920 Groß-Karben wurde der Gesangverein Teutonia gegründet. Das genaue Gründungsdatum liegt leider im Dunkeln. Man vermutet es im Jahre 1883. Das einzige Dokument aus dieser Zeit, ist ein Zeitungsbericht vom 14. Februar 1885 im Oberhessen-Anzeiger, in dem über ein Konzert berichtet wird.

Erst ab 30. Dezember 1905 liegen schriftliche Unterlagen vor. Aus einem Protokoll der Generalversammlung geht hervor, dass Johann Georg Eberhard als Präsident gewählt wurde. Im Jahre 1907 änderte sich der Name in ''Arbeitergesangverein Teutonia''. Ein bedeutender Tag in der Geschichte des Vereins war der 7. Januar 1911. In der Generalversammlung erfolgte der Zusammenschluß mit der ''Freien Turnerschaft''. Man nannte sich fortan ''Arbeitergesangverein Teutonia - Freie Turnerschaft''. Der Verein war zu dieser Zeit ohne feste Bleibe. Oft wurde das Vereinslokal gewechselt. In einer Mitgliederversammlung 1913 wurde der Bau eines eigenen Vereinsheimes beschlossen. Karl Wenzel und Heinrich Dietz wurden 1914 in einer Versammlung beauftragt das Grundstück Neugasse 17 in Groß-Karben zu kaufen. Der Bau des Vereinsheimes begann. In unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden, wurde das Gebäude von den Mitgliedern in ihrer knappen Freizeit errichtet. Im Jahre 1919 trat der Gesangverein ''Liederkranz'' der Teutonia bei. Zwei Jahre später vergrößerte sich der Verein noch einmal mit dem Beitritt des ''Freien Sportvereins''. Am 26. Juni 1923 wurde ein gemischter Chor mit 31 Sängerinnen und 23 Sängern ins Leben gerufen. In den Jahren 1925/26 und 1994/95 wurde das Haus noch weiter ausgebaut. Auch der Name der Straße änderte sich in Werner-von-Braun-Straße und später Christinenstraße.

1926 wurde auf Anregung von Dirigent W. Muth die Gründung eines Kinderchores beschlossen. Im gleichen Jahr änderte sich nach dem Zusammenschluß mit dem ''Turnverein Vorwärts'' der Name in ''Arbeiter-Gesangverein Teutonia und Freie Turnerschaft Vorwärts 

e. V.'' Von nun an fanden auch Theaterabende, Maskenbälle und Familienabende statt.

Theaterspiel der Teutonia. Hier eine Aufführung des romantischen Schauspiels mit Gesang und Tanz ''Preciosa'' oder ''Die Zigeuner in Spanien'' aufgeführt 1928 in der Tunhalle. Theaterspiel der Teutonia. Hier eine Aufführung des romantischen Schauspiels mit Gesang und Tanz ''Preciosa'' oder ''Die Zigeuner in Spanien'' aufgeführt 1928 in der Tunhalle.

In den Jahren 1927 - 1933 vergrößerte sich die Mitgliederzahl und es wurde auch Fußball gespielt. Der Hauptvorstand zu dieser Zeit war Heinrich Edel, Heinrich Lichert, Ludwig Strott und Karl Vetter. 1933 begannen die politischen Wirren. Die letzte Sitzung fand am 29. April 1933 statt. Der Verein wurde von den Nazis zum politischen Verein erklärt und  aufgelöst. Das Vereinsvermögen wurde beschlagnahmt. In den folgenden Jahren wurde das Vereinsheim als Schule genutzt

(Hans Schemm-Schule).

Protokoll der letzten Vorstandssitzung vor der Auflösung des Vereins durch die Nazis. Protokoll der letzten Vorstandssitzung vor der Auflösung des Vereins durch die Nazis.